Press Releases 2021-06-30T09:16:49+02:00

Deutsch-Französischer Journalistenpreis 2021 Europäische Geschichten mit großer interkultureller Kompetenz erzählt

Saarbrücken, Paris und Berlin, 30. Juni 2021

Trotz erneuter Absage der geplanten feierlichen Zeremonie in Berlin, sind heute die PreisträgerInnen des diesjährigen Deutsch-Französischen Journalistenpreises (DFJP) bekanntgegeben worden. Ausgezeichnet wurden im Jahr 2021 folgende AutorInnen:

  • Kategorie Video:

Alain de Halleux für „Le grain de sable dans la machine/Corona: Sand im Weltgetriebe“, ARTE, RTBF

  • Kategorie Audio:

Katrin Aue, Carolin Dylla für „Europas Corona-Grenzen: Ein Feature über Abschottung, Misstrauen und Solidarität“, Saarländischer Rundfunk

  • Kategorie Text:

Eva Schläfer für „Der französische Patient“, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

  • Kategorie Multimedia:

Kseniya Halubovich für „Belarus: Tagebuch einer Revolution/Biélorussie : chronique d’une révolution“, https://www.arte.tv/de/videos/094279-128-A/2-september-solidaritaet-mit-inhaftierten-journalisten

  • Kategorie Nachwuchs (in der Kategorie Text):

Adrien Candau, Julien Duez für „Schaffer d’État“, So Foot

Der Deutsch-Französische Journalistenpreis wird seit 1983 in insgesamt fünf Kategorien vergeben. Die aktuellen PreisträgerInnen und ihre Beiträge werden auf der Internetseite des Preises sowie in den sozialen Netzwerken präsentiert.

Der DFJP-Vorstandsvorsitzende und SR-Intendant Martin Grasmück lobte die Qualität der diesjährigen Einreichungen. „Die Corona-Krise und die Schließung von Grenzen hat viele Menschen bewegt und gezeigt, wie verletzlich Europa nach wie vor ist und dass das bisher Erreichte keine Selbstverständlichkeit ist.“ Zu Ehren der PreisträgerInnen veröffentlicht der DFJP gemeinsam mit dem Saarländischen Rundfunk (SR) und unterstützt durch den Deutsch-Französischen Bürgerfonds den Film „Grenzerfahrung“, der auf die Corona-Pandemie zurückblickt. Es handelt sich dabei um eine filmische Reise von Berlin über Brüssel, das deutsch-französische Drei-Ländereck zwischen Luxemburg, Deutschland und Frankreich bis nach Paris. Die AutorInnen der Siegerbeiträge ziehen dabei eine Bilanz ihrer Arbeit in den vergangenen zwölf Monaten und schildern auf berührende Art und Weise, wie sie mit Bedrohungen und Hassbotschaften umgehen und welchen Gefahren sich JournalistInnen unter anderem in Belarus aussetzen, um über die Sehnsucht der Menschen nach Freiheit und Demokratie zu berichten. Realisator des Films ist Pierre Girard, der in Deutschland und Frankreich lebt und von den Grenzschließungen in Europa auch persönlich betroffen war (ebenfalls auf der DFJP-Website zu finden).

Der Bevollmächtigte für die deutsch-französischen Kulturbeziehungen, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, betonte, mit der Corona-Pandemie habe es eine Entwicklung gegeben, von der viele glaubten, dass sie nur noch in den Geschichtsbüchern vorkomme. „Das hat verunsichert, enttäuscht und verärgert.“ Nichts desto trotz sei die deutsch-französische Freundschaft intakt und man habe in der Krise gut und intensiv zusammengearbeitet.

Aus Sicht der französischen Botschafterin in Berlin, Anne-Marie Descôtes, haben die Medien wesentlich zur Bewältigung der Corona-Krise beigetragen und erneut gezeigt, wie wichtig unabhängiger und anspruchsvoller Journalismus für eine freie und offene Gesellschaft ist. „Andernorts in der Welt diente die Pandemie dazu, um die Pressefreiheit einzuschränken. Etliche JournalIstinnen wurden verhaftet oder mussten mit ihrem Leben dafür bezahlen, dass sie ihre MitbürgerInnen informiert haben. Dies ist umso gravierender und besorgniserregender, da während der Pandemie die Konflikte und Kriege nicht aufgehört haben. Einige sind sogar neu entstanden. Es ist daher essentiell, dass Journalistinnen und Journalisten vor Ort ihre Arbeit machen können.“

Der Deutsch-Französische Journalistenpreis ist mit insgesamt 30.000 € dotiert. Auf die Vergabe des Großen Deutsch-Französischen Medienpreises an eine Organisation oder Persönlichkeit, die sich auf besondere Art und Weise um die deutsch-französische und europäische Verständigung verdient gemacht hat, wurde im letzten Jahr verzichtet. Preisträger in diesem Jahr ist die Europäische Weltraumorganisation ESA und die beiden Astronauten Thomas Pesquet (F) und Matthias Maurer (D). Die Zeremonie zur Übergabe des Großen Deutsch-Französischen Medienpreises findet am 09. September in Berlin statt.

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PRESSEMELDUNG

Nominierungen 2019

 

Saarbrücken, Paris und Berlin, 16. April 2019

Die Nominierungen für den Deutsch-Französischen Journalistenpreis (DFJP) 2019 stehen nun fest. Die in den Einreichungen behandelten Themen sowie die unterschiedlichen Erzählformen und Formate spiegeln die Veränderungen im Journalismus wider. Die deutsch-französischen Vorjurys haben unabhängig voneinander getagt und unter den zahlreichen und qualitätsvollen Einreichungen folgende Beiträge ausgewählt:

Kategorie Video:

  • Annette Baumeister für „Die Hälfte der Welt gehört uns. Als Frauen das Wahlrecht erkämpften“, Westdeutscher Rundfunk/Norddeutscher Rundfunk/Bayerischer Rundfunk/ARTE
  • Kirsten Esch für „Forschung und Verbrechen – Die Reichsuniversität Straßburg“, Südwestrundfunk/ARTE
  • Mériem Lay, Nicolas Ducrot und Henri Desaunay für „Frania, mémoire vivante des camps“, France 2
  • Vanessa Loewel und Steffen Prell für „Bonjour Basdorf – Ein Chanson-Festival in Brandenburg“, Rundfunk Berlin-Brandenburg
  • Jan Peter und Frédéric Goupil für „Krieg der Träume“, Südwestrundfunk/Norddeutscher Rundfunk/Westdeutscher Rundfunk/Rundfunk Berlin-Brandenburg/Österreichischer Rundfunk/Česká televize/ARTE

Kategorie Audio:

  • Carolin Dylla für „Der Aachener Vertrag oder ‚Élysée 2.0‘ – Upgrade für die deutsch-französische Zusammenarbeit?“, Saarländischer Rundfunk
  • Dirk Fuhrig für „Ordre du Jour – In Frankreichs Literatur steht die NS-Zeit wieder auf der Tagesordnung“, Deutschlandfunk Kultur
  • Caroline Gillet für „Foule continentale“, France Inter
  • François Pérache und Sabine Zovighian für „Der Apfel fällt nicht weit vom Krieg“, Westdeutscher Rundfunk
  • Ursula Welter für „Projekt Auferstehung – Die Krise der französischen Sozialisten“, Deutschlandfunk

Kategorie Textbeitrag:

  • Susanne Götze und Annika Joeres für „Kohle, Kohle, Kohle“, Süddeutsche Zeitung/Mediapart
  • Lise Jolly und Olivier Breton für „A bout de souffle – Vers la fin du franco-allemand ?“, EUROPÉENS
  • Lena Kampf für „Die unendliche Geduld von Papier“, Süddeutsche Zeitung Magazin
  • Nadia Pantel für „Ich zeig’s euch“, Süddeutsche Zeitung
  • Michaela Wiegel für „Komm in den tabakfreien Park“, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Kategorie Multimedia:

Für den Nachwuchspreis (kategorienübergreifend an Autoren bis einschließlich 30 Jahre) wurden nominiert:

Wie bereits bekannt gegeben, erhalten Beate und Serge Klarsfeld den Großen Deutsch-Französischen Medienpreis 2019. Die Preisträger in den journalistischen Kategorien werden im Rahmen der Preisverleihung des Deutsch-Französischen Journalistenpreises bekanntgegeben. Die Zeremonie findet am Mittwoch, 3. Juli 2019, um 18.00 Uhr in Paris bei Radio France statt.

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