Press Releases 2021-05-07T14:12:25+02:00

PRESSEMITTEILUNG

Deutsch-Französischer Journalistenpreis (DFJP e.V.)

Projektförderung durch das Auswärtige Amt

Das Auswärtige Amt wird den Deutsch-Französischen Journalistenpreis e.V. (DFJP) 2021 und 2022 mit insgesamt 50.000 Euro unterstützen. Angesichts einer sich verändernden Medienlandschaft sollen die Fördermittel für eine Neuausrichtung der Preiskategorien verwendet und in den Aufbau einer neuen digitalen Plattform investiert werden.

Außenminister Heiko Maas betonte dazu die wichtige Aufgabe einer freien und unabhängigen Presse für demokratische Gesellschaften: „Gerade in Zeiten, in denen immer mehr Menschen in einseitigen Echokammern ihre eigene Meinung bestätigt sehen, brauchen wir Journalismus, der seinen Namen verdient: nämlich vielseitige und kritische Berichterstattung, die sich auf Recherche und Analyse stützt. Qualitätsjournalismus ist kein Luxus, sondern essentiell: Damit Demokratie funktioniert, müssen wir uns ein differenziertes Bild der Wirklichkeit machen können. Filterblasen helfen uns nicht weiter.“

Der DFJP-Vorstandsvorsitzende, Prof. Thomas Kleist, und der neue Intendant des Saarländischen Rundfunks, Martin Grasmück, sehen in der Zuwendung eine große Anerkennung der bisher geleisteten Arbeit. „Journalistenpreise dienen dazu, die Qualitätsstandards für professionellen Journalismus hochzuhalten. Dies gilt erst recht in Zeiten, in denen Kolleg*innen immer häufiger bedroht und für ihre Arbeit in den sozialen Netzwerken angegriffen werden.“ Der Deutsch-Französische Journalistenpreis fühlt sich dabei besonders der Zusammenarbeit und der Verständigung über Ländergrenzen hinweg verpflichtet. „Wir freuen uns deshalb sehr über die Unterstützung durch das Auswärtige Amt, die uns in die Lage versetzt, den DFJP als einen der wichtigsten Medienpreise in Europa auch für die Zukunft fit zu machen,“ so Grasmück.

Der Deutsch-Französische Journalistenpreis wird alljährlich in fünf journalistischen Kategorien vergeben und ist mit insgesamt 30.000 € dotiert. Hinzu kommt der Große Deutsch-Französische Medienpreis an eine Organisation oder eine Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise um die deutsch-französische und europäische Verständigung verdient gemacht haben. Die Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger ist für Ende Juni vorgesehen. Die Verleihung des Großen Deutsch-Französischen Medienpreises soll hingegen Anfang September – sofern es die Pandemie-Lage zulässt – als Präsenzveranstaltung in Berlin stattfinden.

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PRESSEMELDUNG

Nominierungen 2019

 

Saarbrücken, Paris und Berlin, 16. April 2019

Die Nominierungen für den Deutsch-Französischen Journalistenpreis (DFJP) 2019 stehen nun fest. Die in den Einreichungen behandelten Themen sowie die unterschiedlichen Erzählformen und Formate spiegeln die Veränderungen im Journalismus wider. Die deutsch-französischen Vorjurys haben unabhängig voneinander getagt und unter den zahlreichen und qualitätsvollen Einreichungen folgende Beiträge ausgewählt:

Kategorie Video:

  • Annette Baumeister für „Die Hälfte der Welt gehört uns. Als Frauen das Wahlrecht erkämpften“, Westdeutscher Rundfunk/Norddeutscher Rundfunk/Bayerischer Rundfunk/ARTE
  • Kirsten Esch für „Forschung und Verbrechen – Die Reichsuniversität Straßburg“, Südwestrundfunk/ARTE
  • Mériem Lay, Nicolas Ducrot und Henri Desaunay für „Frania, mémoire vivante des camps“, France 2
  • Vanessa Loewel und Steffen Prell für „Bonjour Basdorf – Ein Chanson-Festival in Brandenburg“, Rundfunk Berlin-Brandenburg
  • Jan Peter und Frédéric Goupil für „Krieg der Träume“, Südwestrundfunk/Norddeutscher Rundfunk/Westdeutscher Rundfunk/Rundfunk Berlin-Brandenburg/Österreichischer Rundfunk/Česká televize/ARTE

Kategorie Audio:

  • Carolin Dylla für „Der Aachener Vertrag oder ‚Élysée 2.0‘ – Upgrade für die deutsch-französische Zusammenarbeit?“, Saarländischer Rundfunk
  • Dirk Fuhrig für „Ordre du Jour – In Frankreichs Literatur steht die NS-Zeit wieder auf der Tagesordnung“, Deutschlandfunk Kultur
  • Caroline Gillet für „Foule continentale“, France Inter
  • François Pérache und Sabine Zovighian für „Der Apfel fällt nicht weit vom Krieg“, Westdeutscher Rundfunk
  • Ursula Welter für „Projekt Auferstehung – Die Krise der französischen Sozialisten“, Deutschlandfunk

Kategorie Textbeitrag:

  • Susanne Götze und Annika Joeres für „Kohle, Kohle, Kohle“, Süddeutsche Zeitung/Mediapart
  • Lise Jolly und Olivier Breton für „A bout de souffle – Vers la fin du franco-allemand ?“, EUROPÉENS
  • Lena Kampf für „Die unendliche Geduld von Papier“, Süddeutsche Zeitung Magazin
  • Nadia Pantel für „Ich zeig’s euch“, Süddeutsche Zeitung
  • Michaela Wiegel für „Komm in den tabakfreien Park“, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Kategorie Multimedia:

Für den Nachwuchspreis (kategorienübergreifend an Autoren bis einschließlich 30 Jahre) wurden nominiert:

Wie bereits bekannt gegeben, erhalten Beate und Serge Klarsfeld den Großen Deutsch-Französischen Medienpreis 2019. Die Preisträger in den journalistischen Kategorien werden im Rahmen der Preisverleihung des Deutsch-Französischen Journalistenpreises bekanntgegeben. Die Zeremonie findet am Mittwoch, 3. Juli 2019, um 18.00 Uhr in Paris bei Radio France statt.

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